Das Bologna-Büro der Universität Wien, das von mir in Fragen des Wissensmanagements und des Informations-Design betreut wird, stellt als eine der ersten Einrichtungen innerhalb der Universität Wien sämtliche Office-Dokumente auch im OpenDocument-Format1 den Benutzer/innen zur Verfügung.
Was sind die Motivationen hinter diesem Schritt bzw. die Vorteile dieses Formats?

  • Es ist nicht-proprietär, d. h. kein Unternehmen hat exklusive Patentansprüche auf das Datenformat. Im Zusammenhang mit Langzeitarchivierung und Verfügbarkeit von Software zum Lesen der Dokumente ist dieser Punkt wichtig.
  • Es ist XML-Format-basiert und kann selbst mit einem einfachen Texteditor verändert werden.
  • Es ist standardisiert, es unterliegt der Kontrolle einer internationalen Standardisierungsstelle, in diesem Fall der ISO/IEC DIS 26300.

Diese drei Eigenschaften schaffen die Voraussetzung für einen sinnvollen Einsatz des Formats. Ein Satz des Artikels OpenDocument auf Wikipedia bringt es auf den Punkt:
„Die Notwendigkeit für OpenDocument wird darin gesehen, ein einheitliches, kompatibles Dokumentenformat einzuführen, dessen Zukunft nicht von einzelnen Anbietern abhängt und auf lange Zeit gesichert ist, um auch in Zukunft noch uneingeschränkt auf die Daten zugreifen zu können. Dies ist unter anderem relevant für die revisionssichere gesetzeskonforme Langzeitablage von Dokumenten.“1

Seit der Veröffentlichung des Formats haben international mehrere offizielle Stellen dessen Einsatz bzw. dessen Unterstützung verlautbart, darunter auch Teile der Wiener Stadtregierung.

Freie (und somit vorwiegend kostenlos beziehbare) Programme, die das OpenDocument-Format unterstützen sind beispielsweise OpenOffice, AbiWord oder KOffice

In der Wikipedia finden Sie weiterführende Informationen zu Offenen Standards bzw. dem [1] OpenDocument-Format.